Ein Buch gegen das Vergessen: „Begegnungen mit der Poliomyelitis“

Nahezu jede Erkrankung bleibt trotz aller äußerlich sichtbaren Zeichen solange im Dunklen, bis Betroffene sie  ins Licht rücken und ihr endlich ein Gesicht geben.

Erst wenn wir auch von unserer Erkrankung erzählen und sie dadurch öffentlich machen, wird  in lebendiger Weise sichtbar, was sich hinter ihr verbirgt: Starke Persönlichkeiten, die trotz Ihrer körperlichen Einschränkungen real existieren, sehr präsent sind und nach wie vor mit beiden Beinen mitten im Leben stehen.

Leben nach durchgemachter Polio

Wie ist es den zahlreichen Poliobetroffenen eigentlich ergangen, nachdem sie ihre schwere und hochinfektiöse Erkrankung Poliomyelitis endlich überwunden hatten? Wann konnten Sie in ein einigermaßen normales Leben zurück kehren? Wie haben Sie ihr Leben gestaltet, nachdem sie im Anschluss an ihre lebensbedrohende Erkrankung in ein spannendes Leben eintauchen konnten? Und wie geht es ihnen heute, nachdem sie eher schleichend und über mehrere Dekaden hinweg ein Post-Polio-Syndrom entwickelt haben? Was sind die Gemeinsamkeiten in ihren  sehr interessanten Biiografien, die trotzdem nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Buch

„Begegnungen mit der Poliomyelitis – Eine Erkrankung bekommt ein Gesicht“.

Spannendes Lesebuch

So unterschiedlich die veröffentlichten Kurzbiografien und  die in ihnen vorgestellten Protagonisten sind, so verschieden kommen auch die Genres daher, in deren Kleid die Lebensläufe verpackt sind. Mal ist es ein Gedicht, das einen einzigen Augenblick im Leben des Betroffenen erzählt. Ein anderes Mal ist die Lebensgeschichte in eine Reportage eingebettet. Und wieder anders: Ein Poliobetroffener gibt in einem klassischen Interview Auskunft über sich und sein Leben. Aber auch der traditionellen Kurzgeschichte wird ihrer Bedeutung angemessen Gestaltungsspielraum zugestanden, in dem sie den Poliobetroffenen sich selbst und sein Leben mit seinen eigenen Worten erzählen lässt. Was aber alle Beiträge gemeinsam haben: Immer geht es um Poliobetroffene, die inzwischen ein Post-Polio-Syndrom entwickelt haben und die bis hierhin alle ein erfülltes Leben gestalten konnten.

Querschnitt durch die „Generation Nachkriegs-Deutschland“

Entstanden ist das Buch in einer Projektarbeit der Euregionalen Initiative für Kinderlähmungsfolgen Aachen e. V., die einen Zeitraum von ca .zwei Jahren beansprucht hat. An dem Projekt aktiv beteiligt waren ausschliesslich Poliobetroffene. Aus ganz Deutschland haben sie ihre Beiträge nach Aachen eingesandt. Vom Asylantragsteller, der vor dreißig Jahren unter abenteuerlichen Bedingungen nach Deutschland kam, um hier sein Glück zu finden. Über den Instrumentenbauer, der gnadenlos und gegen seine zunehmende Kraftlosigkeit „sein Ding durchgezogen hat“. Bis hin zum Professor Dr. med., der eine großartige wissenschaftliche Karriere hinlegte und heute davon überzeugt ist, dass sich ohne sein anspruchsvolles und anstrengendes Berufsleben sein Post-Polio-Syndrom nicht so rasant hätte entwickelt können.

Und auch wenn alle Protagonisten eins verbindet, nämlich, dass sie alle eine Poliomyelitis durchgemacht haben und heute vom Post-Polio-Syndrom betroffen sind, so ist das Buch dennoch ein nahezu  repräsentativer Querschnitt durch die „Generation Nachkriegs-Deutschland“. Denn trotz aller verbindender Gemeinsamkeiten sind Poliobetroffene so unterschiedlich wie die unsere Gesellschaft unterschiedlich ist.

Zeigen, dass wir noch da sind.

Herausgekommen ist ein Lesebuch im eher klassischen Sinne: DIN A-4-Format, Hardcover, schönes dickes, sich wohlig anfühlendes und nach traditionellem Buchdruck duftendes 90-Gramm-Papier, vierfarbiger Umschlag, der Inhalt schwarz-weiß gehalten. Und mit einem Schrifttyp versehen, der sich gut und leicht lesen lässt. Das Buch hat ein gutes „Pack-an“-Gefühl und liegt leicht in der Hand.

Mit dem Kauf des Buches untertsützen sie unsere Arbeit vor Ort und auf www.polio-forum.de.

Da wir „vernetzt“  und kostenlos arbeiten, unterstützen sie damit alle Poliobetroffenen!

Bestellungen:

„Begegnungen mit der Poliomyelitis – eine Erkrankung bekommt ein Gesicht“

hat 160 Seiten, ist bei der „Euregionalen Initiative für Kinderlähmungsfolgen Aachen e. V.“ erschienen und kostet einschließlich Versandgebühren 20 Euro.
Bestellungen unter:

E-Mail: post@polio-forum.de
oder Telefon: 02406/8042930

Die Auslieferung erfolgt unmittelbar nach Eingang des zu erstattenden Betrages auf folgendes Konto:

Euregionale Initiative für Kinderlähmungsfolgen Aachen e. V. (Eika e. V.)

IBAN: DE 09 390500001071528382
BIC: AACSDE33XXX
Sparkasse Aachen

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Ein Kommentar

  1. Ich habe heute das Buch „Begegnungen mit der Poliomyelitis – Eine Erkrankung bekommt ein Gesicht“ bei Ihnen bestellt, in der Überweisung aber keinen Verwendungszweck angegeben, gibt es da Probleme?
    MfG H. Kollwitz

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